Donnerstag, 29. Oktober 2009

Bilder aus der Verbotenen Stadt

Ni hao,

bevor diese Woche schon wieder so schnell vorbei ist, hier ein kleines Update. Die letzten Tage verliefen relativ unspektakulär - am Dienstag hatte ich wieder Sprachkurs, danach haben Karen und ich uns noch das Fitnessstudio unseres Compounds angeschaut. Joggen macht im Wald zwar wesentlich mehr Spaß, aber wenn es hier bald bitterkalt wird, ist das Laufband definitiv eine Alternative. Gestern war wieder Badminton angesagt und heute hat sich meine Abteilung in ein kleines Tagungshotel begeben, zur jährlichen Konferenz mit Air China. Das hieß für uns: 5 Vorträge, rhetorisch gesehen mehr oder weniger gut (Chinesen können 45 min lange Präsentationen halten mit vielen vielen Folien und schaffen es, kein einziges (Schau-)Bild einzubauen), alles komplett auf Chinesisch. Sehr spannend also. Immerhin gab es mittags und abends leckeres Essen und ich hatte die Gelegenheit ein wenig mehr mit meinen chinesischen Kollegen und meinem deutschen Chef zu reden.
Morgen starten Karen und ich dann unsere Tour in die Mongolei! Es geht am Spätnachmittag mit dem Flieger nach Hohhot, dort in die Juhe und am Samstag brechen wir vermutlich in die Grasslands auf. Sonntag kommen wir dann erst relativ spät zurück, dh Neuigkeiten gibts dann frühestens am Montag!
So das wars auch schon wieder von mir, im Anschluss noch ein paar Bilder vom letzten Wochenende.

Liebe Grüße,
Karin


Meine Mitbewohnerin Karen mit leckeren karamellisierten Früchten

Die verbotene Stadt:


So voll war es Gott sei Dank nicht überall...

Mit dem Wetter hatten wir leider nicht so viel Glück, aber man kann ja nicht alles haben!

Sonntag, 25. Oktober 2009

Wie die Zeit vergeht...

Huiuiui, so schnell kann eine Woche an einem vorbeiziehen... Hier ein kleiner Rückblick:

Samstag: Fußball!
Morgens erst einmal meine neue Mitbewohnerin vom Flughafen abgeholt, anschließend ging es auch dann gleich in die Stadt ins Worker's Stadium zum Fußball. Es spielte Beijing gegen eine Mannschaft aus dem Süden, den Namen konnte ich mir leider nicht merken. Da das Ticketcenter unter der Woche meistens zu hatte, wollten wir auf dem Schwarzmarkt welche kaufen. Gesagt getan. Beim Stadion angekommen warfen die Guards allerdings nur einen kurzen Blick auf unsere Tickets und meinten die seien so schlecht gefälscht, da könnten sie uns wirklich nicht reinlassen. Also wieder raus und nochmal günstigere (das Spiel lief jetzt auch schon 15 min) Tickets besorgt und diesmal erst gezahlt, als wir uns sicher waren, dass die Tickets echt waren. Das Spiel an sich war ganz nett, Beijing spielt hier in China in der ersten Liga, die aber wohl nur so gut wie eine deutsche Regionalliga ist (hab ich mit meinem Fußballkennerblick natürlich sofort gesehen...). Viel lustiger waren allerdings dieses riesige Meer von schwarzen Köpfen, das uns umgab! Und wir Deutsche mittendrin!
Nach dem Spiel ging es dann erst in eine Bar mit überdachter Dachterrasse und anschließend noch weiter in eine zweite Bar wo es leckeren Mojito Daiquiri gab, der sogar mir als nicht-Minz-Fan geschmeckt hat!

Sonntag: Marathon!
Am Sonntag ging es schon um 9 Uhr wieder in die Stadt, denn es war Marathon angesagt! Vier LHT-Mitarbeiter hatten großes vor und waren auch alle sehr erfolgreich! Einer lief ca 30 km (eigentlich hatte er ja schon zum Halbmarathon aufgehört, hatte dann aber doch nochmal Lust bekommen, weiterzulaufen) und die anderen drei kamen im Abstand von drei Minuten nach ca. 4h 45 min im Ziel an. Vorne dran mein Bürokollege und Trainee Thomas, der drei Tage vorher spontan entschieden hatte mitzulaufen, da ein Platz freigeworden war. So viel zum Thema große Vorbereitung, Pulsuhr, besondere Ernährung etc. ;)
Wir Zuschauer hatten es allerdings aber auch nicht so leicht. Unser erster Anfeuerungspunkt war das Ende des Halbmarathons, der zweite war dann ca bei Kilometer 40 (?). Allerdings haben es die Chinesen hier wohl nicht so sehr mit dem Anfeuern, denn es waren generell nicht sehr viele Zuschauer da und die, die da waren, mussten immer mindestens einen Meter Abstand zur Absperrung einhalten. Damit dies auch befolgt wurde, stand alle 1,5 m auch ein Guard, der sich immer gleich mächtig aufgeregt hat, wenn man auch nur 1 cm zu nah dran war...
Das war aber noch nicht alles: um zu dem Stadion zu gelangen, wo das Finish war, wollten wir eigentlich einfach der Laufstrecke folgen. Leichter gesagt als getan. Leider hatten wir das Pech, auf der falschen Seite der Strecke zu stehen, bei uns ging es nicht mehr weiter. Nur, wo kommen wir auf die andere Seite? Wir probierten mehrere Unterführungen aus, die allerdings alle an den entscheidenden Aufgängen alle abgesperrt waren. Hinzu kam noch, dass die Strecke über eine Brücke lief, die über eine 6-spurige Straße ging. Leider war die Brücke der einzige Fußgängerüberweg weit und breit. Das hieß für uns: der großen Straße eine halbe Ewigkeit folgen, bis wir dann endlich eine weitere Überführung fanden. Dann natürlich den ganzen Weg zur Laufstrecke wieder zurück. Beim Ziel angekommen hatte wir das Gefühl, mindestens genauso viel geleistet zu haben, wie die Läufer selbst! Deshalb waren wir auch ganz froh, dass uns der Läufer-Shuttlebus wieder mit in unseren Compund nahm.
Um 17 Uhr trafen sich dann alle Läufer und Unterstützer in der Lindenstraße (so nennt hier jeder die Straße, in der die meisten deutschen Manager wohnen) zum Grillen. Wir Praktis hatten vorher noch kurz einen Nudelsalat gemacht und so ließen wir es uns richtig gut gehen. Leider war es die ganze Zeit ziemlich windig und ich war seit seit dem Marathon nicht mehr zu Hause gewesen und dementsprechend dünn angezogen. Um für ein bisschen Wärme zu sorgen, packte dann einer der Manager die Sambuca-Flasche aus und schwuppdiwupp wurden auf einmal 2,5 Flaschen geleert. Kalt war es dann allerdings immer noch, deshalb wurde der Abend auch nicht mehr allzu lang.

Montag
Als wir morgens zu arbeiten anfingen war bestes Wetter angesagt. Deshalb beschlossen wir, eine kurze Pause einzulegen und bei uns aufs Dach zu klettern, von dem man eine hervorragende Sicht auf den Flughafen und bei schönem Wetter auch auf die Berge hat. Bei dem Ausblick freut man sich doch immer wieder, am Flughafen zu arbeiten :)
Abends wurden wir dann noch von ein paar chinesischen Kollegen zum Essen eingeladen, da Kay hier im Sommer seine Diplomarbeit geschrieben hatte und gerade nochmal für 10 Tage in der Stadt war. Es ging in ein richtig schönes Lokal, wo wir dann alle Hotpot gegessen haben. Für alle die das nicht kennen: hotpot ist wie Fleischfondue mit Brühe, nur dass jeder seinen eigenen Pot hat. Man schmeißt alles rein, auf das man Lust hat: jegliche Sorten Fleisch, Fischbällchen, Pilze, Nudeln, Gemüse etc. Wie immer ein Traum von Essen!

Dienstag
Nachmittags habe ich endlich das Programm bekommen, mit dem ich hier in den nächsten 6 Monaten hauptsächlich arbeiten werde (Primavera P6, wen es interessiert...) Da mein Bürocomputer allerdings wohl zu alt dafür ist, habe ich das Programm jetzt auf mein Notebook installiert bekommen. Deshalb bin ich jetzt im Besitzt einer hoffentlich richtig tollen (so ganz kann ich noch nicht sagen, ob das Programm auch hält, was es verspricht) Projektplanungssoftware!
Ansonsten war am Dienstag nur noch Sprachkurs angesagt und dann ging es auch schon wieder ins Bett.

Mittwoch
Abends war ich wieder mit den Kollegen Badminton spielen. Allerdings waren wir diesmal nur zu viert, was aber den Vorteil hatte, dass mir mein Mitspieler die ganze Zeit Tipps geben konnte und er jetzt zu meinem "offiziellen" Coach geworden ist ( er meint ja, ich hätte Talent ;) Anschließend gab es natürlich wieder leckeres Essen (ich weiß, ich kann da nicht aufhören zu schwärmen - nix gegen deine Kochkünste, Mama!)

Donnerstag: Oktoberfest!
Abends war im Kempinski-Hotel im Paulaner Bräuhaus Oktoberfest angesagt. Ein paar Manager hatten uns gefragt ob wir mitkommen wollten und da haben wir natürlich nicht lange gezögert ;) An den Wasen (andere Vergleiche habe ich leider nicht) kam die ganze Veranstaltung natürlicht nicht ran, war aber trotzdem lustig. Nachdem unsere Chefs gegangen waren, holten uns ein paar Chinesen zu sich an den Tisch und wir feierten mit denen noch weiter.

Freitag
Der Freitag begann zunächst vor allem sehr müde und dazu noch mit der trairigen Erkenntnis, dass mich der vorherige Abend wohl mein Handy gekostet hatte. Im Kempinski hat es leider wohl keiner gefunden und die Nummer vom Taxi weiß ich leider auch nicht mehr. Nun ist mein schönes (für mich immer noch neues) Handy inklusive meiner schönen roten Handysocke (erklär das mal einer Chinesin am Telefon) weg! Einfach weg! Einziger Trost ist, dass ich nur meine chinesische Simcard eingelegt hatte und Gott sei Dank im Mai/Juni eine Sicherheitskopie meiner Telefonnummern gemacht habe. Wer also seitdem seine Nummer geändert hat, bitte Bescheid geben! Kann immer noch nicht so ganz glauben, dass mir das passiert ist, sonst kann ich doch eigentlich immer wunderbar auf mein ganzes Zeugs aufpassen...nunja, damit muss ich jetzt eben leben.
Abends sind wir dann noch Pekingente essen gegangen. Ich muss sagen, an so einer Ente ist gar nicht mal so viel dran. Sah aber echt toll aus, wie der Koch die Ente direkt bei uns am Tisch filettiert hat! Geschmeckt hat sie auch richtig gut! Wie auch sonst;)
Anschließend ging es noch relativ spontan in den Kai Club, dort gibt es günstige Drinks und gute Musik! Geblieben sind wir alldings nicht zu lang, da Karen und ich für Samstag Sightseeing angesagt hatten.

Samstag: Sightseeing in Peking
Nach zwei Wochen in Peking habe ich es endlich mal geschafft, die Pekinger Innenstadt bei Tageslicht zu sehen (beim Marathon waren wir nicht so ganz in der Mitte ;). Eigentlich wollten wir auf den Kohleberg, von dem man wohl einen super Blick auf die ganze Stadt haben soll. Allerdings war die Sicht nicht gerade berauschend, deshalb haben wir die Aktion auf einen schöneren Tag verschoben und haben uns die Verbotene Stadt angeschaut. 720 000 m² Fläche, 9999 Räume, unglaublich viele kleine enge Gassen und Durchgänge, imposante Gebäude...die Eindrücke in Worte zu fassen ist gar nicht so einfach. Man denkt nur immer wieder "WOW, die kleinen Chinesen können ganz schön große Sachen bauen!" Nach der verbotenen Stadt ging es noch auf den größten Platz der Welt, den Platz des Himmlischen Friedens. Allerdings waren hier so viele Leute unterwegs, dass ich fand, dass man die Größe gar nicht so wahrnehmen konnte. Anschließend machten wir einen "kleinen" 4.5 km langen Spaziergang entlang der Seen nach Norden um uns dort mit Suat und Tobi, zwei anderen Praktikanten zu treffen. Dann war erst einmal Shoppen angesagt. Hier gab es eine Straße mit lauter kleinen, total individuellen Läden. Manche nur 1,5m breit, dafür 10 m lang! Richtig cool! Allerdings muss ich sagen, dass es dort wesentlich mehr coole Sachen für Jungs gibt als für Mädels (oder mir gefällt die weibliche Mode hier einfach nicht so...wer weiß). Gekauft habe ich nix, trotzdem hat es aber total Spaß gemacht! Anschließend ging es noch kurz Essen (für vier Leute haben wir gerade mal 2,40 € bezahlt...) und danach nach Hause. Zum Weggehen waren wir zu müde, deshalb haben wir nur noch einen Film geschaut und sind dann ins Bett.

Sonntag: Schon wieder Fußball!
Ausschlafen! Danach noch kurz mein Zimmer aufgeräumt und dann mit Tobi und Karen in die Stadt in Richtung Beijing Institute of Technology. Nach fast 2 h Fahrt kamen wir an und trafen uns dort mit dem Chinesen, der letzte Woche auch schon mit im Worker's Stadium war. Es war wieder Fußball angesagt, diesmal spielte die Unimannschaft gegen Shanghai. Die Unimannschaft ist allerdings so gut, dass sie hier in der 2. Liga spielen kann und somit zweibeste Mannschaft in Peking ist. Die Teammitglieder sind alles Studenten, die allerdings nur vormittags studieren und nachmittags trainieren. Nach einem 0:1 gegen die Uni 10 min vor Schluss, dachten wir eigentlich, das Spiel sei gelaufen. Allerdings gelang es dann der Uni noch in den wirklich aller letzten Spielminuten den Ausgleich zu erzielen! Damit waren dann alle zufrieden, da Shanghai wohl ziemlich gut ist. Und ich riesen Fußballfan war innerhalb kürzester Zeit 2x im Stadion! Ich glaube, mein Fußballdurst (sofern er existiert) ist für die nächste Zeit erstmal gestillt...

Das wars auch schon wieder mit meiner Woche aus Beijing, noch einen schönen Sonntag Abend und eine tolle neue Woche!

Zaijian!

Freitag, 16. Oktober 2009

Ich bin in Chiiiinaaaaa

So ihr lieben, nach einer Woche habe auch ich es endlich mal geschafft, einen Blog einzurichten! Ich werde mich bemühen, Euch einigermaßen regelmäßig auf dem Laufenden zu halten über mein Leben hier im Reich der Mitte.

Ich fange einfach mal von vorne an:

Freitag
Nachdem ich mit Mühe und Not noch einen Platz im Flieger ergatterte hatte (da ich Standby geflogen bin und der Flieger ausgebucht war, sah es zunächst nicht so rosig aus...) , kam ich letzten Freitag Morgen am Beijing Capital International Airport an. Nachdem ich alle Pass-, Visums- und Gesundheitskontrollen überstanden hatte, wurde ich schon von meinem deutschen Betreuer in Empfang genommen.
Als erstes ging es in unser ca. 20 min entferntes Compound (eine Art kleines Dorf, in dem viele Expats (Ausländer) wohnen und das wie eine große Ferienanlage aussieht). Meine Wohnung habe ich im Moment noch für mich, ich bekomme aber bald eine Mitbewohnerin. Ich konnte mich dann erstmal ein wenig ausruhen, auspacken und vor allem nach der doch ziemlich anstrengenden Reise schön heiß duschen.
Anschließend holte mich mein Betreuer ab und wir fuhren zu meinem Arbeitsplatz der nächsten 6 Monate: AMECO Beijing. Ich bekam eine kleine Werksführung, einen schicken Ausweis und wir erledigten den restlichen Anmeldungskram. Mein Büro teile ich mir mit einem deutschen Trainee, der schon ein paar Wochen da ist und bis Ende Januar bleiben wird. Der Nachmittag verging ziemlich schnell und abends ging es erst gegenüber vom Compound lecker essen und anschließend noch kurz in die Stadt um dort dann auf einer wunderschönen Dachterrasse mit bestem Ausblick auf Sanlitun (eins der Einkaufs- und Partyviertel hier) einen leckeren Mojito zu genießen.

Samstag
Ausschlafen war leider nicht angesagt, da anlässlich des Nationalfeiertags am 1. Oktober so viele Feiertage waren, dass wir ausnahmsweise auch mal Samstags in die Firma kommen mussten. Ich traf also noch mehr neue Leute, bekam noch mehr zu sehen und erfuhr dann auch den Sinn und Zweck meines Aufenthalts bei Ameco (neben dem Ziel, Land und Leute kennenzulernen): Ich arbeite bei der Triebwerksüberholung und soll dort den Planungsprozess optimieren um Arbeitsengpässe schon früher erkennen und eventuelle Ausweichmöglichkeiten ausarbeiten zu können. Da ich bisher keine Ahnung von Projektmanagement (jedes einzelne Triebwerk kann hier als ein solches angesehen werden) noch von Lean Production oder Sonstigem eine Ahnung habe, heißt das für mich erst einmal: Lesen, lesen lesen. Damit verbrachte ich dann auch den restlichen Tag.
Abends war ich dann nur kurz zu Hause, habe alle möglichen Skype-Bedürfnisse gedeckt und dann ging es auch schon los in die Stadt. Einer der Trainees hatte am Sonntag Geburtstag und aus diesem Grund ging es zu einem schicken Japaner namens Tepanyaki. Das ist echt nur zu empfehlen! Als Vorspeise gab es ein wenig Sushi und anschließend live cooking mit unserem "eigenen" Koch! So viele leckere Sachen und so abwechslungsreich....ich bin mir sicher, hier werde ich nicht verhungern! Ich habe sogar gelernt, wie man eine Garnele mit Stäbchen essen kann, ohne sie mit den Fingern anzufassen ;) Danke Flo! Nach dem leckeren Essen ging es dann noch einen richtig coolen Club zum Abtanzen. Alles ein allem ein klasse Abend.

Sonntag
Sonntag habe ich dann ersteinmal ausgeschlafen und dann ging es gegen Spätnachmittag mit ein paar Leuten wieder nach Sanlitun in den Ya Show Markt. Dort gibt es alles zu kaufen, was das Herz begehrt: Schuhe, Taschen, Schmuck, Klamotten, Kunst, etc. Wie ein rieseiger Bazar- nur in einer Mall. Ich habe dann auch gleich ein paar Turnschuhe und eine Softshelljacke erstanden (die hat doch tatsächlich ganze 12 Euro gekostet ;)


Der Rest der Woche ging dann noch ziemlich schnell rum (wenn man erst um ca. 18 Uhr Feierabend hat, dann ist so ein Tag aber auch wirklich nicht mehr lang).
Montag Abend ging es noch einmal in die Stadt, diesmal in den Silkmarket, so etwas wie der Ya Show Markt nur sind die Verkäuferinnen noch ein wenig aufdringlicher ;) Zum Abendessen gab es (wie immer) leckeres Essen inklusive explodiertem Fisch (wir haben das Gericht mal so getauft). Ein ganzer Fisch, von einen nach außen gedreht, aufgeschnitten und dann paniert, dass das ganze aussieht wie Stacheln ( schwierig zu beschreiben, vllt. finde ich noch ein Foto).

Am Dienstag hatte ich mit 2 Trainees zusammen eine Schnupperstund in einer Sprachschule im benachbarten Compound. Wir haben uns entschieden, die nächsten 10 Wochen 1,5 h Unterricht zu nehmen um unser Chinesisch ein bisschen aufzubessern (bzw. überhaupt etwas zu lernen). Ich freue mich schon total, diese so ganz andere Sprache besser kennenzulernen!

Mittwoch ging es nach Feierabend mit den chinesischen Kollegen aus der Abteilung zum Badminton. Die spielen hier jede Woche und ich glaube, das werde ich in nächster Zeit auch tun! Nach dem Training sind wir alle zusammen essen gegangen - wie immer ein Gedicht =)

Am Donnerstag haben wir uns dann allen Warnungen zum Trotz in eine Pekingoper gewagt - und ich war angenehm überrascht! Zugegeben, der 2. Akt war fast nur reines "Gequietsche", aber trotzdem interessant und der 3. Akt war dann einfach nur genial. Hier ging es um 2 kämpfende Armeen (vermutlich Himmel gegen Hölle oder so etwas) und die Darsteller haben ihr ganzes akrobatisches Können zur Schau gestellt! Einfach der Hammer!

Zackzack, ist die Woche auch schon vorbei und ich finde erst jetzt Zeit für den Blog!
Morgen kommt meine neue Mitbewohnerin namens Karen (ojeoje, das stiftet bestimmt noch viel Verwirrung!) und nachmittags gehts ins Fußballstadion. Wie man sieht, kommt man in Peking nur schwer zur Ruhe - and I'm lovin' it!

Ich hoffe ihr habt alle feststellen können (sofern ihr euch jetzt wirklich meinen Megapost durchgelesen habt), dass ich gut in Peking angekommen bin und dabei bin, mich hier echt gut einzuleben. Verhungern werde ich auch ganz bestimmt nicht (noch war nichts dabei, was ich nicht mochte...) und ansonsten fehlt es einem hier auch an nichts!

Viele liebe Grüße aus dem warmen Peking (gestern bin ich im T-Shirt zum Mittagessen) ins kalte Deutschland und den Rest der Welt - wo immer ihr auch steckt!

Karin